Nur Fakeprofile bei Ashley Madison?

Mit einem fulimanten Start und Promiwerbung im TV legte das Seitensprungportal Ashley Madison 2010 in Deutschland los und machte den Seitensprung gesellschaftstauglich. Die seriöse Aufmachung und die Werbung mit Prominenten lockten viele Neugierige und Seitensprungwillige auf das Portal. Doch schon bald häuften sich die Beschwerden der -vor allem männlichen- User, dass viele Frauenprofile gefaket sind. Was ist dran an diesen Vorwürfen?

 

 

Mehr Männer als Frauen auf Seitensprungportalen

es ist ein offenes Geheimnis und liegt in der Natur der Sache, dass Seitensprungportale eher Männer als Frauen anlocken. Entsprechend tief ist in der Regel die Frauenquote auf derartigen Portalen. Ashley Madison hat dies für sich selbst jedoch immer bestritten und verwies auf eine Frauenquote von stolzen 30%!
 

Einblicke in die gehackte Datenbank gibt Aufschluss

Nun hat aber eine Auswertung der gehackten Nutzerdaten der Datenbank von Ashley Madison offenbar ergeben, dass es dort fast gar keine echten Frauenprofile gegeben habe. Das ist für die verbliebenen Männer des Seitensprungportals doppelt frustrierend: Sie sind zuhause einsam und suchen daher einen Seitensprung und müssen feststellen, dass sie auf dem Seitensprungportal Ashley Madison auch irgendwie alleine sind. Oder zumindest nur unter Männern.
 

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Problem löste Ashley Madison mit Fakeprofilen

Das Ashley Madison mit weiblichen Fakeprofilen arbeitete, um dieses Problem zumindest intern zu lösen, war ein offenes Geheimnis. Immerhin geben die AGB des Portals deutliche Hinweise auf Animateure, die das Unternehmens selbst einsetzt, um die zumeist männlichen User bei Laune zu halten. Unklar war jedoch bisher, in welchem Ausmass dieser Betrug betrieben wurde. Und dieses Geheimnis konnte nun anhand der gehackten Daten aus der Nutzerdatenbank gelüftet werden. Gemäss einer Auswertung der amerikanischen Bloggerin Annalee Newlitz waren die Männer auf dem Portal Ashley Madison noch viel einsamer als bisher vermutet: offenbar waren 90-95% aller weiblichen Nutzerprofile von Bots oder portaleigenen Mitarbeitern, sogenannten Animateuren, erstellt worden.

Die Bloggerin hat ausgerechnet, dass 31 Millionen aktive Männer nur gerade mal 12 Tausend echten Frauen gegenüberstanden. Geht man davon aus, dass sich diese 12 Tausend Frauen nicht nur aus Langerweile angemeldet haben, bestand für die Männer eine reale Wahrscheinlichkeit auf einen Seitensprung von unter 0.04%. Oder um es plastisch zu machen: jeder 2600ste Mann hatte Kontakt zu einer echten Frau!

Legt man zugrunde, dass sich unter den weiblichen aktiven Nutzerinnen auch Journalisten, neugierige Männer und Ehefrauen auf der Suche nach ihren Männern befinden, sinkt die Frauenquote geradezu ins Bodenlose ab und wird endgültig zur Makulatur.

Wenn man nun auch noch bedenkt, dass ein Mailkontakt fast 5 Euro kostet, ein virtuelles Geschenk bis 50 Euro und Chatten pro halbe Stunde ganze 30 Euro, dann kommt man sich als Mann schon ziemlich abgezogen vor.
 

Ehemalige Mitarbeiter stützen diese Aussagen

Nicht zuletzt waren es auch in der Vergangenheit immer wieder die Aussagen der ehemaligen Mitarbeiter Ashley Madisons, die die Analysen der Bloggerin Annalee Newlitz unterstützen. So gab es intern eine Norm, die die Animateure des Portals zu erfüllen hatten. Die Rede war hier von einer Mindestanzahl erstellter Accounts und Kontaktaufnahmen, die die Mitarbeiter pro Woche zu erledigen hatten.
Dies gipfelte 2013 sogar in einem Prozess, bei dem eine ehemalige Mitarbeiterin Ashley Madison verklagte, weil sie sich vom vielen Schreiben und Erstellen von Fakeprofilen die Hände ruiniert hatte.
 

Wie sieht das auf anderen Seitensprungportalen aus?

Ashley Madison bestreitet dieses Vorgehen nur in Ansätzen und verweist darauf, dass dies in der Branche durchaus so üblich sei. Und tatsächlich gibt es einige Seitensprungportale, die -mehr oder weniger offensichtlich- mit Fakeaccounts und Animateuren arbeiten. Doch es gibt auch positive Beispiele, die auf dieses Vorgehen ganz klar verzichten und mit echten und seriösen Daten arbeiten.
So garantiert beispielsweise die Plattform Lovepoint.de, dass es bei ihnen keinerlei Fakeaccounts gibt und Leserkommentare bestätigen dies auch regelmässig. Auch die Seitensprungportale Secret.de und JOYclub.de arbeiten seriös und verzichten auf unechte Frauenprofile. Auch hier erreichen uns immer wieder Leserkommentare, die dies bestätigen.
 

Fazit

Wer sich jetzt noch auf Ashley Madison anmeldet, tut dies sicher aus Unwissenheit – oder ist eine Frau. Andernfalls kann man dieses Portal momentan leider nicht empfehlen. Doch es gibt noch Lichtblicke in der Branche, die seriös arbeiten und auf weiblichen Fakeprofile verzichten. Auf Lovepoint.de, Secret.de und JOYyclub.de sind Sie diesbezüglich jedenfalls auf der sicheren Seite.