Seitensprungagenturen – alles nur Abzocke!

Ein Insider packt aus: Erfahrungsbericht von Steffen (48 Jahre, aus Deutschland)

Hatten Sie auch immer schon das Gefühl, dass die ganzen Sex- und Dating-Agenturen, die sich im Internet so breit machen, alles nur Männer-Abzocke sind? Dass dort die Männer eigentlich unter sich sind? Dass die ganzen verlockenden weiblichen Profile entweder Fakes sind oder professionelle Prostituierte?

Ich hatte schon lange dieses Gefühl und wollte es genau wissen. Den Ausschlag für meine Recherchen gab mit mein Kumpel Ben. Ben war fremdgegangen, weil es zuhause nicht mehr so lief. Und da hat er sich in einem Anfall von Frust bei Ashley Madison angemeldet und sogar noch eine Menge Geld eingezahlt.

Und was er mit dann darüber berichtet hat, liessen mir die Haare zu Berge stehen. Und da kam ich auf die Idee, diese ganzen Plattformen zu testen. Aber der Reihe nach:

 

Keine echten Frauen auf Seitensprung-Portalen

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Diskret und sicher

Hohe Frauenquote

Über 600.000 Mitglieder

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Bens Erfahrungen bestätigten meinen Verdacht: auf den gängigen Seitensprung-Portalen gibt‘s kaum echte Frauen. Aber mal ganze ehrlich, Jungs, das war ja irgendwie klar. Frauen suchen keinen Sex, sondern Liebe! Und für Liebe sind Parship und Co. da. So einfach!

Also Ben hat sich da ziemlich dumm und dämlich gezahlt. Denn jedes Mal wenn er eine Frau kontaktieren wollte, musst er zahlen. Und nicht zu knapp. Und dann kam gar nichts mehr, keine Antwort!

Aber das Perfide ist: kurz nach der Anmeldung wurde er von Anfragen der tollsten sexwütigen Frauen geradezu überrannt. Kaum hat er eingezahlt und die Damen kontaktiert, passiert erst einmal gar nichts. Keine einzige hat geantwortet! Neee, doch: eine hat geantwortet. Die brauchte dringend Geld für eine Operation von ihrem Bruder in Mazedonien…

Also Ben war total sauer! Das Geld war schnell aufgebraucht und er hatte noch nicht einmal einen einzigen Kontakt, geschweige denn ein bisschen Sex. Gar nichts!

 

Seitensprungagenturen im Härtetest

Ich wollte es genauer wissen und machte mich an die Arbeit. Ein Test musste her. Nachdem ich im Internet irgendwie nicht so richtig fündig wurde – da bieten allerlei Vergleichsportale angebliche Tests an, die alle gefaked sind weil die natürlich für die gefälschten Testergebnisse Haufen Geld kassieren.

Also so kam ich nicht weiter. Daher musste ein eigener Test gemacht werden. Zunächst sondierte ich mal den Seitensprung-Markt und begab mich auf die Suche nach geeigneten Seitensprung-Portalen. Ich wollte nur die grösseren Testen, die auch genügend Mitglieder haben. Und – siehe da: der Markt ist offenbar heiss umkämpft. Ich hatte schnell eine Liste mit etwa zehn Seitensprung-Portalen aufgestellt. Natürlich konnte ich mich nicht bei allen zehn Portalen kostenpflichtig anmelden, das würde das Budget sprengen.

Aber eine gratis-Mitgliedschaft ist oftmals auch schon recht aussagekräftig. Ich legte also ein sexy Profil an und wählte ein paar Fotos – nicht zu sexy, aber schon bisschen mit Muskeln drauf. Man will ja zeigen was man hat…

Und dann wartete ich erst einmal ab, was passierte. Und siehe da: Ben hatte durchaus repräsentative Erfahrungen gemacht. Auch ich wurde von Kontaktanfragen ganz heisser Ladies geradezu überhäuft. Nanu? Warum denn das? So ein wahnsinns Adonis bin ich nun auch wieder nicht. Aber erst einmal ruhig Blut. Auch wenn es schwerfällt, aber an dieser Stelle machen die meisten Männer den Fehler und melden sich erwartungsfroh an – um dann ganz schlimm enttäuscht zu werden.

Also atmete ich erst einmal tief durch und überlegte, wer denn wohl die ganzen sexwütigen Damen sein könnten und warum die sich alle auf mich stürzen. Und da kam mir ein Verdacht: das sind gar keine echten Profile von sexwütigen Damen, sondern das sind Lockvögel. Die sollen die Männer dazu bringen, sich anzumelden und Geld einzuzahlen. Und wenn Mann das dann brav gemacht hat, dann hört er nie wieder was von den Damen.
 

Lockvogel, Prostituierte oder echt?

Und dabei ist es gar nicht ganz einfach, einen Lockvogel von einer echten Lady zu unterscheiden. Nur wenn eine Dame allzu offensiv rangeht und es dann nie zu einem Treffen kommt, liegt der Verdacht eines Lockvogels nahe. Und bei Prosituierten ist die Sache ohnehin schnell klar, die kommen dann beizeiten mit Forderungen.

Daran könnt ihr erkennen, ob sich auf einer Seitensprungagentur höchstwahrscheinlich Fakes befinden:

1) Wenn Frauen gratis Mitglied sein können
Eine Prostituierte wird sicher nicht einen Mitgliederbeitrag zahlen, um sich Freier anzulachen

2) Wenn in den AGBs irgendwas von Animateuren steht
Viele Seitensprungagenturen schreiben das doch tatsächlich in ihre AGBs, wenn sie Animateure – also Lockvögel – beschäftigen. Es steht dann auch klipp und klar drin, dass diese nur für die Unterhaltung da sind und es nicht vorgesehen ist, dass Mann diese Profil-Schreiber überhaupt trifft. Echt frech!!!

3) Wenn die Agentur mit unrealistisch hohen Frauenquoten wirbt, dann ist da etwas faul. Normal sind so um die 30% Frauenquote. Wer sich brüstet, dass die Quote über 50% ist, der ist aus meiner Sicht unseriös.

4) Generell könnt ihr eine unseriöse Seite daran erkennen, dass auf der Einstiegsseite sehr viele nackte Tatsachen dargestellt sind. Wenn da überall entblösste Oberweiten und gespreizte Beine zu sehen sind, werdet ihr dort sicher keine echten Frauen treffen. Oder kennt ihr irgendeine Frau, die sich dort anmelden würde? Eine seriöse Einstiegsseite müsste ungefähr so aussehen:

Secret

Auf keinen Fall aber darf sie so aussehen:

Fickraum Kopie

Und wenn man dann ein wenig abwartet und die Seiten mal bisschen beobachtet, dann wird ganz schnell klar, wo man sich kostenpflichtig anmelden sollte und wo nicht. Ich hab mir dann die Plattformen Secret und Lovepoint etwas genauer angeschaut. Dort hatte ich das Gefühl, dass sich die Seitenbetreiber echt Mühe geben und überlegen, wie man auch Frauen für erotische Themen begeistern könnte. Die Seiten sind gut gemacht und sprechen vor allem Frauen recht gut an.

Es gibt dann auch noch so spezielle Fetisch-Seiten oder erotische Communities. Die hab ich aber mal weggelassen – ist nicht so mein Ding. Ich wollte klassischen Seitensprung. Und da wurde ich auf den beiden obengenannten fündig.
 

Geduld!

Aber auch auf einer seriösen Website braucht Mann Geduld. Ich hatte ja geschrieben, dass die Frauenquote auf solchen Seiten im besten Fall um die 30% liegt. Da liegt es nahe, dass man sich als Mann schon etwas anstrengen muss, um eine Dame zu ergattern. Die Damen haben nämlich die Qual der Wahl. Eine hat mir später erzählt, dass sie manchmal über Hundert Anschreiben pro Tag in ihrem Postfach hatte. Und wie soll sie die denn alle Lesen, beantworten und später eventuell sogar treffen? Unmöglich!

Also muss Mann sich etwas überlegen. Das heisst: kein Standard-Anschreiben, keine blöden Anmach-Sprüche! Stattdessen bisschen Flirten und Umwerben, ganz viele Komplimente und – ganz wichtig – nicht locker lassen. Auch eine einfache Hausfrau merkt irgendwann, wenn einer immer wieder schreibt und sich sogar Mühe gibt und das Profil vorher gelesen hat.
 

Ein Date – romantisch und stilvoll

Und falls ihr es dann tatsächlich zu einem Date geschafft habt, dann gebt euch Mühe. Überlegt euch genau die Location. Besser ein gutes Hotel als eine Absteige, besser ein Champagner zur Auflockerung als einen Billigfusel. Und dann sollte das mit dem Gratis Sex sogar klappen. Und wenn ihr dann erst einmal eine Seitensprung-Partnerin an der Angel habt, dann bleibt sie euch meistens sogar treu. Dann könnt ihr das Abo für die Seitensprungagentur kündigen.